Blechschaden mit Happy End
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Wenn Leidenschaft und Zusammenhalt Großes bewegen
Das 16. Rollende Museum ist in vollem Gange. Die Nacht ist lau, die Stimmung unter Gästen und Teilnehmern bestens. Knapp 100 historische Automobile gleiten durch die Straßen Münchens. Überall werden Geschichten ausgetauscht, gefachsimpelt, gelacht und die gemeinsame Leidenschaft für klassische Fahrzeuge genossen.
Die Veranstaltung steht inzwischen auch für eine beeindruckende Bilanz: In 16 Jahren waren weit über 500 verschiedene Klassiker beim Rollenden Museum unterwegs, bereiteten rund 50.000 Fahrgästen unvergessliche Momente und legten zusammen rund 130.000 Kilometer im nächtlichen München zurück – nahezu ohne Zwischenfälle. Umso bitterer, dass an diesem Abend das passiert, was sich trotz aller Vorsicht nie ganz ausschließen lässt: Unser langjähriges Mitglied Christoph wird mit seinem goldfarbenen Karmann Ghia Cabriolet unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt.
Der erste Gedanke gilt selbstverständlich den Insassen. Glücklicherweise gibt es schnell Entwarnung – niemand wird verletzt. Anders sieht es beim über 50 Jahre alten Karmann Ghia aus. Das Fahrzeug ist auf einer Seite erheblich beschädigt und nicht mehr fahrbereit. Ein Anblick der jeden Oldtimerfreund geradezu schmerzt.
Doch gerade in solchen Momenten zeigt sich, was eine echte Gemeinschaft ausmacht. Innerhalb kürzester Zeit stellte unser erster Vorsitzender Max den Kontakt zu den Menschen her, die nicht lange fragten, sondern einfach halfen. Das Netzwerk des Rollenden Museum München e.V. erwies sich – passend zur Farbe des Cabrios – als Gold wert.
Christoph ist begeisterter Oldtimerfahrer, aber kein Auto- oder gar Karosseriespezialist. Hinzu kam, dass es sich nicht um eine besonders seltene Variante eines VW Typ 14 handelt. Das ursprünglich als Coupé ausgelieferte Auto wurde vor vielen Jahren fachgerecht zu einem Cabriolet umgebaut – dessen Instandsetzung besonderes Können verlangt.
Unser Kfz- und Oldtimer Sachverständiger Richard Walter nahm den Schaden sorgfältig auf und erstellte ein detailliertes Gutachten mit klaren Vorgaben für eine fachgerechte Instandsetzung unter Erhalt des besonderen Charakters des Fahrzeugs.
Die Reparatur übernahm anschließend der Fachbetrieb unseres Vereinsmitglieds Martin. Die *Martelleria* in Forstern, östlich von München, genießt seit vielen Jahren weit über die Region hinaus einen hervorragenden Ruf, wenn es um die Restaurierung komplexer historischer Karosserien geht. Gerade bei einem individuell umgebauten Fahrzeug wie diesem waren Erfahrung, handwerkliches Können und ein tiefes Verständnis historischer Blechbearbeitung gefragt. Mit handwerklicher Präzision, viel Erfahrung und großer Leidenschaft entstanden selbst anspruchsvollste Karosseriestrukturen wieder in ihrer ursprünglichen Form.
Martin begleitete die Arbeiten persönlich, ebenso wie Richard Walter als Kfz und Oldtimer Sachverständiger. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass der Karmann Ghia Schritt für Schritt wieder zu dem wurde, was er vor dem Unfall war. Jeder Handgriff hatte nur ein Ziel: den besonderen Charakter dieses außergewöhnlichen Fahrzeugs dauerhaft zu bewahren und auf höchstem Niveau wiederherzustellen.
Pünktlich zum Beginn der Oldtimersaison 2026 war die aufwendige Instandsetzung abgeschlossen. Aus einem schmerzlichen Zwischenfall wurde so am Ende eine Geschichte, die zeigt, wie viel Kompetenz, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt in unserem Verein stecken.
Das Rollende Museum München e.V. ist eben weit mehr als nur Ausfahrten mit schönen Autos. Es ist eine Gemeinschaft von Menschen, die ihre Begeisterung für historische Fahrzeuge teilen und füreinander da sind – gerade dann, wenn einmal gar nichts nach Plan läuft. Genau das macht unseren Verein aus – auf den Straßen Münchens und weit darüber hinaus.
Herzlicher Handshake mit der IKM auf der Retro-Classics in Stuttgart …
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… zwischen Mario und Peter stellvertretend für Initiative Kulturgut Mobilität e.V. und Rollendes Museum München e.V.
Wenn weiter zusammen wächst, was schon lange zusammen gehört.
Die bereits seit vielen Jahren erfolgreiche Kooperation wurde per Urkunde und natürlich Handschlag von Mario De Rosa ( 1. Vorsitzender ) und Peter Kreisl (Vorstand Finanzen) auf ein neues Level angehoben. 
oder wie Mario es in den IKM Mitteilungen formulierte:
„Die Messe war 2026 trotz mangelndem eigenem Stand für uns keine schlechte: Wir können ein neues Fördermitglied willkommen heißen, über das ich mich sehr freue, da es sich um den Verein „Rollendes Museum München e.V.“ handelt. Dieses rollende Museum unterstützen wir von der IKM von der ersten Ausgabe an. Die Symbiose zwischen langjährigem sozialem Engagement und der damit verbundenen Darstellung historischer Mobilität zum Anfassen ist seit Jahren ein Leuchtturm der Münchner Museumsnacht.„
Sensationsfund im Archiv des Deutschen Museums
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Die Geschichte des Rollenden Museums München muss wohl in Teilen umgeschrieben werden. Es begann nicht erst 2009 wie bislang immer angenommen.
Wenn die Vergangenheit Zukunft trifft.
Im Zuge der Umbauarbeiten des Deutschen Museums tauchte eine überraschend gut erhaltene Photographie auf, welche zeigt, dass bereits im Gründungsjahr 1925 des Deutschen Museums die Idee der individuellen Mobilität mit großem Engagement vertreten wurde.
Die Abbildung zeigt Hofrat Hartinger (re.) und Kommerzienrat Kreisl auf dem Weg zur Museumsdirektion vor dem neue errichteten Gebäude. Dort wurde die Einrichtung eines Pendelverkehrs mit Automobilen von den Ausstellungshallen oberhalb der Bavaria zur Museumsinsel besprochen.
„Wir befördern unsere Besucher kommod und auf die modernste Weise. Dabei machen wir die sensationelle Nützlichkeit und Überlegenheit des Automobils weithin, auch über Bayern hinaus sichtbar“
hieß es in einer ebenfalls aufgefundenen gemeinsamen Presseaussendung.

